Der Prozess neue Produkte zu entwickeln, die am Ende auch erfolgreich sind, beginnt immer mit der Ideenfindung. Ohne Idee lässt es sich schwer beginnen, weshalb dies ein wichtiger Punkt ist. Allerdings gibt es unter Unternehmern und Verantwortliche den Irrglauben, eine Produktidee müsse bahnbrechend sein. Selbstverständlich handelt es sich bei der initialen Idee um den Grundstein für die nächsten Schritte, jedoch sind die seltensten Unternehmungen noch wirklich nah an der ersten Produktidee. Wieso das so ist und wie man effektiv Ideen sammeln kann erklären wir in diesem Artikel.

Die Produktidee gilt in vielen unternehmerischen Bereichen als besonders wichtig. Der Grundstein jeder Unternehmung, auf dem bald schon viele Mitarbeiter und Gelder stehen werden. Diesen Grundstein gilt es allgemein besonders sorgsam zu wählen, denn wenn man eine schlechte Idee angeht wird man sicherlich scheitern – ein Irrglaube.
Tatsächlich ist es so, dass Unternehmungen ein ständiger Prozess sind. Nich zuletzt deshalb ist der eigentliche Begriff des MVP (Minimum Viable Product) deswegen veraltete, weil es in der Terminologie von einem Produkt ausgeht, das feststeht und in gewisser Weise starr ist. Viel sinnvoller ist der von Jim Brikman etablierte Begriff Minimum Viable Experiment, bei dem es in erster Linie um Erkenntnisgewinnung und Bewegung geht und weniger um einen starren Ausgangspunkt. Bei der Produktidee geht es am Anfang immer um eine Annahme. Da Produkte die Welt in einer Weise verbessern sollen, Abläufe optimieren oder Problem lösen, ist es wichtig zu prüfen, ob diese Probleme tatsächlich existieren und wie die betroffenen Personen damit umgehen und diese lösen. Eine Produktidee ist also in erster Linie eine Hypothese.
Ist die Hypothese aufgestellt, kann basierend darauf experimentiert werden. Nutzer können Befragt und Prototypen erstellt werden. Kurz darauf passiert die erste Transformation der Produktidee. Sobald Feedback eingeholt werden kann und man Erkenntnisse gewinnen konnte wird die Produktidee angepasst und das Produkt entwickelt sich. Oftmals ist von der initialen Idee dann nur noch wenig übrig. Es ist also kein in Stein gemeißelter und unwiderruflicher Gedanke. 
Dies führt uns zur ersten Erkenntnis bei der Sammlung von Produktideen: Gehen Sie nicht zu verkrampft an die Sache und probieren Sie viele Gedanken aus. Jede noch so unwahrscheinliche Idee birgt häufig das Potential für interessante Entwicklungen.

Wie findet man nun Business oder Produktideen?
Für das Finden von neuen Produktideen empfiehlt es sich, je nach Unternehmensgröße und Art unterschiedliche Ansätze zu wählen. Um dies Korrekt darzustellen gehen wir sowohl auf das finden von Ideen für Neugründungen ein, als auch für bereits bestehende Unternehmen.
Neugründungen / Startups: Bei Startups handelt es sich in den seltensten Fällen heutzutage um rein Gewinnorientierte Unternehmen. Oftmals fällt auch noch ein gewisser Purpose-Drive mit in die Gründung hinein. Darum ist es für Gründer besonders wichtig ein Projekt anzugehen, dass Ihnen dabei hilft Ihre Ideen zu verwirklichen. Viele Startups gehen mit ihrem Kerngeschäft ein Problem an, das entweder die Gründer selbst erfahren haben und sich darum damit auskennen, oder das viele Menschen betrifft und beeinflusst. Daher ist die erste sehr einfache aber vielversprechende Technik eine Mindmap zu erstellen, mit der man alle Probleme, die man in seiner Branche feststellt adressiert. Welche Workarounds werden im Arbeitsalltag angewandt um Probleme zu lösen? Welche Abläufe laufen ineffizient und könnten verbessert werden? Wo wird viel Zeit und Geld verschwendet um effektiv voran zu kommen? Was ist im allgemeinen besonders zeitintensiv?